Stell dir vor: Du schließt die Augen, gehst durch eine Tür und plötzlich bist du in einem fernen Land. Weit weg von Berlin – ganz ohne strapaziösen Langstreckenflug. Ein freundliches Lächeln begrüßt dich, fernöstliche Klänge schmeicheln deinen Ohren und Düfte von Gewürzen flattern durch die Luft. Du setzt dich hin und fühlst dich sofort zu Hause: Willkommen im UMAMI. 

Text & Fotos Alexander Ahlert

Der Gang durch die Tür bringt mich nicht nur in ein anderes Land, es macht mich auch zum Zeitreisenden. Plötzlich werde ich in die indochinesichen 50er Jahre katapultiert. Genauso plötzlich habe ich eine asiatische Mami, die ihrem heimkommenden Jungen sein Lieblingsessen auf den Tisch zaubert. Bei Mutti schmeckt es halt am besten. Besonders wenn sie unzählige Köstlichkeiten mit viel Liebe und Bio-Zutaten zubereitet und in ihrer Küche ihren magischen Kochlöffel schwingt.


Drink Of The Day

Mein absolutes Lieblingsgericht: Mekong’s Surf & Turf
Meine neugewonnene Mami kocht nicht nur traditionell, sondern besitzt auch viel Kreativität und das Gute ist, sie kann auch deine Mutti sein. Das UMAMAI macht es möglich, dass man sich seine Familie aussuchen kann – zumindest für die Dauer dieser Zeitreise.

Überzeugt die Atmosphäre?

Absolut! Jeder Interior-Fan wird vor Freude in die Luft springen. Im UMAMI wurde sehr viel Wert auf stimmungsvolle Details gelegt. Von Auswahl der musikalischen Klänge bis zum Geschirr ist alles sehr stilecht und durch das gedämpfte Licht entsteht ein sehr entspanntes Ambiente. Die charakteristischen Lampions, die bereits den Outdoor-Bereich prägen, lassen den Laden ultragemütlich erscheinen. Im Sommer kann man auch gut draußen sitzen und die pulsierende Atmosphäre des Kiezes auf sich wirken lassen. Für ein ruhiges Date eignet sich das UMAMI jedoch weniger. Die Tische sind eher klein und nah beieinander, so dass man eher das Gefühl hat auf einer heiteren Familienfete zu sein als in intimer Zweisamkeit.


Blick auf die Bar im UMAMI X-Berg

Die charakteristischen Lampions sorgen für ein wohliges Gefühl

Wie ist der Service?

Jung und herzlich – stets mit einem Lächeln auf den Lippen und sehr zuverlässig. Das Restaurant ist zu bestimmten Zeiten bis auf den letzten Platz voll, dabei wirkt der Service nie genervt oder überfordert.

Wie ist die Speisekarte?

Zweigeteilt. Link Fleisch und Fisch, recht vegetarisch. Neben der regulären Karte gibt es auch eine Wochenkarte mit wechselnden Gerichten – ebenfalls fleischig und vegetarisch. Das UMAMI macht es einem nicht leicht sich für etwas zu entscheiden. Man hat reichlich Auswahl und alle Sachen auf der Karte versprechen Glück für den Gaumen. Und das Herz.

Medium gegrillte Barbarie-Entenfilets mit Thaibasilikum-„Pesto“, serviert auf sautiertem Pakchoi, Babymais, Möhren, Edamame & knusprigen Süßkartoffelstäbchen. Verfeinert mit Rotwein-Soja-Reduktion

Summerrolls mit Lachfilet oder doch lieber die gegrillten Jacobsmuscheln in Wasabi-Sojahonig Reduktion? Die goldenen Dumlings mit Garnelen im herzhaften Kräutersud klingen aber auch verlockend. Dann erstmal einen Blick auf die Hauptgerichte – auch hier wird es nicht leichter.

„Der Teller wird blank geputzt sein. Und das ohne, dass Mami einen zum ‚Aufessen‘ auffordern muss!“

Mit einer Original Pho bestehend aus fünf Kräutern, Rinderstreifen und garniert mit frischem Koriander kann man nichts falsch machen. Das medium gegrillte Barbarie-Entenfilet mit Thaibasilikum-Pesto lockt genauso wie die Angry Calamari mit Kimchi-Kohl. Am Ende des Tages ist es egal wofür man sich entscheidet, der Teller wird blank geputz sein. Und das ohne, dass Mami einen zum „Aufessen“ auffordern muss.

Was sollte man bestellen?

Mein absolutes Lieblingsgericht ist das Mekong’s Surf & Turf – Großgarnelenspieß auf einem medium gegrillten Rind-Tenderloin mit Edamame, Zucchini, Möhren & Thai-Pesto dazu gibt es Süßkartoffelstäbchen und eine Whiskey Sauce. Unglaublich lecker! Wer mehr auf Teilen steht, kann sich das Familien-Menü ordern. Hier wählt man zwischen Huhn und Rind und bekommt ein Tablet voller Köstlichkeiten. Und ein kleines Dessert gibt es hinterher auch noch.

Das Familienmenü für Zwei. Guten Appetit!

Wie ist das Publikum im Restaurant?

Alle lieben das UMAMI – demnach ist es sehr gemischt. Hipster, verliebte Pärchen, Familien, Touristen, alle, alle, alle. Eigentlich ist es ziemlich unnötig dieses Restaurant hier vorzustellen, denn kaum ist ein Tisch frei, schon ist er auch wieder besetzt. Merke: Reservierung nicht vergessen! Man kann natürlich auch Glück haben und spontan einen Tisch ergattern – ich würde mich da aber nicht drauf verlassen.

Wer sollte das Umami nicht besuchen?

Gibt es jemanden, der asiatisches Essen nicht mag? Was sind das für Menschen? Gibt es sie? Ich glaube nicht! Und sollte es sie geben, ist das UMAMI das perfekte Restaurant, um sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Was steht am Ende auf der Rechnung?

Das UMAMI überzeugt auch durch ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Schnitt kostet ein Hauptgang ca. 10 Euro. Da ist also locker auch noch eine Vorspeise (und auch ein Dessert) drin und das ein oder andere Gläschen Wein.

Wo finde ich das Umami?

UMAMI Xberg
Bergmannstraße 97 – 10961 Berlin
Fon +49 30 683 25 085

Täglich von 12.00 bis 00.00 Uhr

U7 Gneisenaustraße
U6 Platz der Luftbrücke

UMAMI Pberg
Knaackstraße 16-18 – 10405 Berlin
Fon +49 30 288 60 626
Täglich von 12.00 bis 23.00 Uhr

M2 Knaackstraße

pberg@umami-restaurant.de
umami-restaurant.de